Jetzt anmelden
Ausgabe Nr. 08/2017 vom 21.02.2017, Foto: picturedesk.com
SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda will über die Umbenennung des Heldenplatzes diskutieren.
Der Wiener Heldenplatz soll umgetauft werden
Genau 159 historisch kritische Straßennamen hat eine Historiker-Kommission im Jahr 2013 in der Bundeshauptstadt gefunden. Der Heldenplatz war damals nicht darunter.
Der SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda hat jetzt aber eine Umbenennung des Wiener Heldenplatzes „in Platz der Republik oder Platz der Demokratie“ angeregt. Denn die aktuelle Bezeichnung sei „historisch einigermaßen
belastet“.

Am 15. März 1938 hat Adolf Hitler dort den „Anschluss“ an das Deutsche Reich verkündet. Getauft wurde der Platz vor der Hofburg im Jahr 1878 nach den beiden Reiterdenkmälern von Prinz Eugen und Erzherzog Karl.
Der ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner hält wenig von der Diskussion: „Der Heldenplatz hat gute und schlechte Zeiten erlebt, aber er ist fixer Bestandteil der österreichischen Geschichte. Dabei soll es bleiben, ich sehe keinen Grund für eine Umbenennung. Der Heldenplatz gehört zu Österreich“, ließ er wissen.

Unterstützung bekommt er von der ÖVP-Kultursprecherin Maria Fekter. „Wir dürfen unsere Geschichte nicht verleugnen. Daher gibt es keinen Grund für eine Umbenennung“, meint die frühere Finanzministerin.
Und auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache protestierte im Internet: „Was für eine Farce!“ und erklärte: „Lasst endlich unsere historischen Platz-, Straßen- und Gassennamen in Ruhe.“

Der bekannteste Wiener Straßentafel-Tausch fand im Jahr 2012 statt. Damals wurde der Dr.-Karl-Lueger-Ring in Universitätsring umbenannt.
Weitere Inhalte dieser Ausgabe:
Ihre Meinung
Ihre Meinung ist uns wichtig.

Schreiben Sie Ihren Kommentar zu diesem Artikel, den wir dann prüfen und veröffentlichen werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Werbung