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Ausgabe Nr. 50/2016 vom 13.12.2016, Foto: dpa
Jane Birkin: "Ich war nicht perfekt und blieb meinen Männern treu."
„Je t’aime“- Sängerin Jane Birkin verbringt 70. Geburtstag fernab der Öffentlichkeit
Ein knappes halbes Jahrhundert ist es her, dass Jane Birkin das erotische Lied „Je t‘aime“ („Ich liebe dich“) ins Mikrofon sang und dabei stöhnte.
Deshalb wurde das Werk damals von mehreren Radiosendern boykottiert. Es galt als viel zu lasziv. Sogar das Sexsymbol Brigitte Bardot, heute 82 Jahre alt, hielt es für zu „heiß“. Ursprünglich war es Bardot, die das Lied „Je t‘aime“ hauchte. Doch sie ruderte zurück und verweigerte die Veröffentlichung. Angeblich auf Treiben ihres damaligen Mannes Gunter Sachs.

Ihre Kollegin Birkin hingegen ließ die Empörung kalt. Schließlich hatte die Britin, die nun am 14. Dezember ihren 70. Geburtstag feiert, schon Erfahrung im Aufsehen erregen gesammelt.

Denn zwei Jahre zuvor gelang ihr im Alter von 20 Jahren mit dem Film „Blow Up“ der internationale Durchbruch. Ihr damaliger Mann, der Filmkomponist John Barry, provozierte Birkin mit den Worten, „Nie und nimmer traust du dich, eine Nacktszene zu drehen. Du machst ja schon in unserem Schlafzimmer immer das Licht aus, bevor es zur Sache geht.“ Barry sollte eines Besseren belehrt werden. Birkin zog sich vor der Kamera aus und wurde über Nacht berühmt. „Ich sah mich aber nicht als Sexsymbol. Die Menschen mochten mich ja, weil ich nie so eine gefährliche Frau wie Bardot war, ich war nicht perfekt und blieb meinen Männern treu. Ich stellte also kein Risiko dar. Bardot schon, sie nahm sich die Männer anderer Frauen“, meinte Birkin einst.

In den vergangenen Jahren musste die Künstlerin allerdings einige Schicksalsschläge einstecken. Vor drei Jahren stürzte ihre depressive Tochter Kate Barry aus dem Fenster. „Ihren Tod habe ich nie überwunden. Ich konnte danach ein Jahr lang nicht das Haus verlassen“, schildert
Birkin, die auch Mutter der Schauspielerinnen Charlotte Gainsbourg, 45, und Lou Doillon, 34, ist. Und dann wurde bei Birkin auch noch eine Autoimmunerkrankung festgestellt. „Seither gefällt mir mein Gesicht nicht mehr. Deswegen versuche ich, öffentliche Auftritte zu vermeiden“, erzählt die Jubilarin.
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